Textatelier
BLOG vom: 2026-02-19

Prächtige Frühlingsvorboten schon im Februar

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim

 


Schneeglöckchen
 

„Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneut.“
(Friedrich Schiller, Jüngling im Bache)

„Wenn der Frühling ins Land zieht, wäre es eine Beleidigung der Natur, nicht einzustimmen in ihr Jauchzen.“ 
(John Milton)

Das Jauchzen ist noch verfrüht. Aber wir können schon jetzt etwas jubilieren, wenn wir im Januar und Februar Frühblüher in Gärten und Parks sehen. Eindeutig ist, dass durch den Klimawandel der Vorfrühling und Frühling immer früher einsetzt. Auch kommen heute die Zugvögel aus dem Mittelmeerraum nach milden Wintern früher zurück. Eine Leserin der „Badischen Zeitung“ entdeckte im Botanischen Garten von Freiburg Anfang Februar einen Admiral-Schmetterling.

Der Frühling rückt näher
Der Frühling rückt näher“, wie Elisabeth Faber von Freiburg erfreut ausdrückte. Kein Wunder. In Freiburg entdeckte und fotografierte die Hobbyfotografin und Bloggerin Ende Januar bis Mitte Februar die ersten Frühblüher. Sie dokumentierte in prächtigen Fotos Krokusse, Schneeglöckchen, Märzenbecher und Winterlinge.

Nach Umfragen im Bekanntenkreis gibt es kaum einen, der sich nicht auf den Frühling freut. So mancher hat schon Frühlingsgefühle intus. Meine Schwester aus Bayern schrieb per WhatsApp: „Ich hörte schon Meisen singen und rufen. Ich habe Winterlinge vor dem Haus.“ Einer Frau, die im letzten Jahr 8 Welpen aufzog, sandte ich ein Faber-Bild vom Winterling mit Biene. Sie war ganz aus dem Häuschen und bemerkte, dass sie sich auf den Frühling freut, wenn alles zum Blühen kommt. Auch Walt Disney freute sich und gab dies bekannt:
„Fast jeder Mensch bekommt Frühlingsgefühle wenn der Winter vorbei ist.“

 


Krokusse
 

Krokusse sind klassische Frühblüher
Die Blütenpracht wird in unseren Gärten besonders durch die gelben, violetten und blauen Krokusse getoppt. Es gibt etwa 100 Arten, die im Frühjahr und im Herbst blühen. Wunderschöne Fotos von Krokussen lieferte Elisabeth Faber aus Freiburg.

 


Hamamelis (Zaubernuss)
 

Früh blüht auch die Zaubernuss
In unseren Gärten sind im Januar und Februar die gelben Blütenkronblätter der Zaubernuss (Hamamelis) zu sehen. Schnee macht dem aussergewöhnlichen Zierstrauch nichts aus. Er verträgt Temperaturen um minus 10 °C. Inzwischen gibt es Züchtungen mit schönen Blütenfarben und leuchtender, goldgelber bis karminroter Herbstfärbung. Die Pflanze ist nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern auch pflegeleicht und langlebig. Im Garten von Alice Kneusslin in Schopfheim-Fahrnau konnte ich einen etwa 50 Jahre aller Strauch bewundern.

Die Pflanze wird auch Hexenhasel, Zauberstrauch und Zauberhasel bezeichnet. Die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten Blüten, Blätter und Rinde bei Wunden und Entzündungen, innerlich als wässriger Aufguss gegen Fieber, Erkältungen und Durchfall.

Die Zaubernuss hat eine heilkräftige Wirkung. Die Arzneizubereitungen (Creme, Salbe, Tinktur, Tee) der Zaubernuss haben eine entzündungshemmende, blutstillende und Juckreiz lindernde Wirkung.

 


Märzenbecher
 
 


Winterlinge
 

 

Anhang: Wer noch keine Frühblüher in seinem Garten entdeckt hat, kann sich an den in diesem Blog präsentierten schönen Bilder erfreuen. 

Ein Dankeschön geht an Elisabeth Faber, die immer mir Bilder sendet. Die meisten publiziere ich auf Twitter (X). Die Fotos werden sehr beachtet. Danken sagen möchte ich auch Urs Walter vom Textatelier, der viel Arbeit investiert und unsere Blogs immer mit vielen Fotos präsentiert.

Die Bilder sind von Elisabeth Faber. Das Foto von der Zaubernuss stammt von mir.

 

Internet
https://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=2507
(Frühblüher: Nicht nur die Bäume fahren aus der Haut)

 

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