Textatelier
BLOG vom: 10.06.2024

Faszination von Fotos bei Regen

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

„Übrigens ist der Regen keines Menschen Freund, aber wohl der Tiere, denn das Gras wächst schön, und die Biertrinker haben sich auch nicht zu beklagen, dass die Gerste nicht gerät.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

„Der Deutsche Wetterdient und die Hochwasservorhersagezentrale haben vor einigen Tagen große Regenmengen prognostiziert, vor allem in Oberschwaben und Bayern“, so las ich die Pressemeldung in der „Badischen Zeitung“ vom 01.Juni 2024. Wir im Südlichen Schwarzwald hatten bisher Glück. Wir wurden fast jeden Tag im Mai mit nur leichtem Regen konfrontiert. Oft gab es einen Schnürlregen.

Was tun? Wir mussten zwar viele Wanderungen absagen. Aber ich liess mich als Hobbyfotograf nicht aus der Ruhe bringen. Ich ging in kurzen regenfreien Zeiten oder sogar bei leichtem Regen mit Schirm auf Fotopirsch.

Ist der Klimawandel schuld?
Vorher soll auf dem Blog von Richard Gerd Bernardy „Und der Regen, der regnete jeglichen Tag“ hinweisen (Blog vom 11.06.2016). Er berichtet u.a., was Wissenschaftler zum Extremregen zu sagen haben.

„Höchstwahrscheinlich hat das häufigere Auftreten dieses Wetters etwas mit dem Klimawandel zu tun, denn die Erwärmung begünstigt die Verdunstung, und nur was verdunstet, kann später abregnen.
(Interessant dazu ist: 
http://www.scilogs.de/klimalounge/warum-die-globale-erwaermung-mehr-extremregen-bringt/ )

Reizvolle Fotos
Die exzellente Hobbyfotografin und Bloggerin Elisabeth Faber bestätigte meine Ansicht von Regenfotos. Sie schrieb mir in einer E-Mail dies: „Der Regen sorgt für intensive Farben. Außerdem lockt er die Schnecken hervor. Ich stimme Dir zu, dass es sich lohnt, auch zu fotografieren, wenn es regnet.“

 


Schnecke auf Gehweg (Foto: Heinz Scholz)
 
 


Mächtige Quellwolken (Foto: Heinz Scholz)
 
 


Kugellauch (Foto: Heinz Scholz)
 
 


Malve mit Regentropfen (Foto: Elisabeth Faber)
 

Schwierig wird es, wenn der Regenschirm im Weg ist. Entweder den Regenschutz kurz ablegen oder mit einem Arm festhalten und mit der freien Hand Objekte fotografieren. So konnte ich einige Schnecken, die über den Fussweg liefen, fotografieren. Für Schnecken ist der Regen ein Eldorado. In einem Garten sah ich einen Kugellauch, der sich prächtig im Dunst des Regens präsentierte.

Auch andere Naturfotos sind ein Augenschmaus. So fotografierte ich vor einigen Tagen gewaltige Quellwolken und einen Regenbogen, der sich nach einem Dauerregen und kurzzeitigem Sonnenschein über Schopfheim bildete.

Das prächtige Foto von einer Malve bei Regen stammt von Elisabeth Faber.

Es lohnt sich also, auch beim Regen in die Natur zu gehen. Oft ist die Bewegung bei einer erfrischenden Luft ein besonderes gesundes Erlebnis.

 

Blog von Bernardy:
https://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=5886&autor=Bernardy%20Richard%20Gerd

 

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